Eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung auf Straße, Schiene und Wegen!

Die tangentiale Verbindung Ost, kurz TVO genannt, nimmt Gestalt an. In dieser Wahlperiode ist das seit Jahrzehnten geplante Straßenprojekt tatsächliche Schritte vorangekommen. Die Trassenführung steht weitgehend fest, die Planungen laufen, ein Planfeststellungsverfahren soll im kommenden Jahr eröffnet werden.

Doch für uns als LINKE ist dies nur ein Baustein eines größeren Gesamtprojektes. Soll wirklich eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung im Berliner Osten entstehen, geht das nur, wenn auch der öffentliche Nahverkehr sowie der Fuß- und Radverkehr mitgedacht, geplant und umgesetzt werden.

Zum besseren Verständnis dieses Gesamtprojektes muss betrachtet werden, dass eine solche Verbindung weit im Norden außerhalb der Stadtgrenze beginnt. Die „Einfahrt“ in die Hauptstadt soll aus unserer Sicht zum einen durch eine tatsächliche Ortsumfahrung Ahrensfelde und zum anderen durch eine leistungsfähige Bahnverbindung aus dem Berliner Umland erfolgen.

„Eingangstor“ zu Berlin: Regionalbahnhof Ahrensfelde

In Sachen Ortsumfahrung kämpfen wir für eine Linienführung um das gesamte Wohngebiet im Marzahner Norden herum mit Anschluss an die Wuhletalstraße. Bei der Bahnverbindung streiten wir für eine Taktverdichtung der Regionalbahn, die Reaktivierung der „Wriezener Bahn“ sowie die langfristige Verlängerung der S-Bahn über Ahrensfelde hinaus. Mittelfristig sollten weitere Haltepunkte der Regionalbahn auf Marzahner Gebiet am S-Bahnhof Marzahn und Springpfuhl eingerichtet werden, damit die Regionalbahn auch ein wirkliches Nahverkehrselement in der Stadt sein kann.

Von der nördlichen Stadtgrenze Richtung Süden wurde zu DDR-Zeiten bereits die Märkische Allee als nördlicher Abschnitt der TVO gebaut. Südlich der B1 wird die Straße mit Anschluss am Treptower Park folgen. Beide Teilbereiche müssen mit einem angemessenen Radweg begleitet werden, um auch für den Radverkehr eine attraktive Verbindung zu schaffen.

Geplanter Kreisel für den Fuß- und Radverkehr an der Kreuzung Märkische Allee/B1, Bildquelle: © Kolb Ripke Architekten

Lärmschutz darf nicht nur beim Neubau im Süden beachtet werden. Auch entlang der Märkischen Allee müssen Maßnahmen zu Schutz der Anwohnenden getroffen werden. In Sachen öffentlicher Nahverkehr ist jedoch noch keine Entscheidung im Senat getroffen worden, ob die S-Bahn vom Springpfuhl nach Süden verlängert werden soll oder eine Regionalbahnlinie etabliert wird. Letzteres wäre sicher einfacher umzusetzen, eine S-Bahnstrecke langfristig allerdings leistungsfähiger für den öffentlichen Nahverkehr. Zusätzliche Haltepunkte u.a. am jetzigen U-Bahnhof Biesdorf-Süd werden für die Biesdorferinnen und Biesdorfer eine deutliche Verbesserung des ÖPNV-Angebots schaffen. Die BVV hat sich unserer Forderung an den Senat angeschlossen, dass noch in dieser Wahlperiode eine Entscheidung über die Nahverkehrsverbindung getroffen werden soll.

Nur mit der LINKEN wird es eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung für alle Verkehrsteilnehmer:innen geben. Nur mit uns werden die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowohl im Norden als auch im Süden unseres Bezirks gleichermaßen berücksichtigt.

Ein Kommentar zu “Eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung auf Straße, Schiene und Wegen!

  1. Hallo Herr Tielebein,

    eine neue und besser ausgebaute Straße wird einfach noch mehr Autos in die Stadt locken und an anderer Stelle für Verkehrschaos sorgen.

    Ich würde mir wünschen, dass die Linke auch mal die Verkehrskonzepte anderer europäischer Städte betrachtet. Als Beispiel möchte ich Amsterdam nennen, die sehr gut ausgebaute und Parkhäuser am Stadtrand bieten. Von dort kann man leicht in den ÖPNV umsteigen.

    Sowas lässt sich auch in Ahrensfelde umsetzten. Die Leute parken dort ihr Auto und fahren mit der Schienen TVO in die Stadt. Mit entsprechender Infrastruktur profitiert davon Ahrensfelde mehr, als wenn die Blechlawine über die Umgehungsstraße rollt.

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